Die Antwort ist jein, da die umwälzbare Luftmenge mit ihrem Energieinhalt und die geringe Temperaturdifferenz keinen sinnvollen Kühleffekt ergeben. Selbst bei Einsatz eines Erd- oder Kühlregisters, das eine um 8 Grad Celsius tiefere Einblastemperatur im Verhältnis zur Raumtemperatur erreicht, ergibt sich keine ausreichende Kühlleistung, nämlich nur zirka 640 Watt, wie ein Berechnungsbeispiel beweist, das wir ihnen gerne per Mail übermitteln. Eine typische erforderliche Kühlleistung eines Wohnzimmers liegt aber zwischen 2000-4000 Watt – vom ganzen Haus gar nicht zu reden!

Kühlunterstützung

Da ein Wohnraumlüftungs-Gerät über den Rotationstauscher Wärme aus der Abluft an die Zuluft abgeben kann, haben sich Techniker überlegt, wie sie diesen Effekt umkehren und zur Kühlung einsetzen könnten. Das Gerät, das sich als kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärme- und Feuchterückgewinnung bereits seit vielen Jahren sehr gut bewährt, wurde mit einem neuen Chip ausgestattet. Er führt zu einer reversiblen Funktion des Enthalpie-Rotationstauschers und somit zur Übertragung von „Kälte“ anstelle von Wärme. Grundvoraussetzung für die Kälteerzeugung ist natürlich ein Klima-Splitgerät – das es natürlich beim Heizungs-Engel gibt – egal welcher Provenienz. Der wesentliche Punkt ist dabei, dass das Klimagerät viel weniger leisten muss, da die Erwärmung des Hauses über die Außenluft durch die kontrollierte Wohnraumlüftung verhindert wird. Die im Klimagerät erzeugte Kälte wird im Enthalpietauscher zurückgewonnen und über den Zuluftstrom gleichmäßig auf alle Räume verteilt – eine coole Lösung. Damit ist ein Großteil der im Sommer überschüssigen Luftfeuchtigkeit entzogen – ein zusätzlicher Effekt um das Raumklima wieder als angenehm zu empfinden und die Behaglichkeit zu optimieren.